


FMH, Ausgabe 12/2005
Der Schauspieler (36) aus Alias über schöne Kolleginnen und seine Uhr auf Ebay
Wachst du morgens auf und denkst "Oh Gott, bin ich heißt!"?
Nun, hier ist es jetzt Sommer. Also ja, wenn meine Klimaanlage ausfällt. Aber im Winter, nein, nie. Ha!
In deinen Filmen hattest du die Möglichkeit, mit großartigen Frauen wie Drew Barrymore, Natasha Henstridge oder Jennifer Garner zusammenzuarbeiten. Wer von den Dreien ist deine Favoritin?
Alle drei haben Qualitäten, von denen ich mich angezogen fühle - allein auf Grund der Tatsache, dass ich ein Mann bin. Zuerst einmal sind sie wunderschön und jede hat eine tolle Persönlichkeit. Das ist leicht. Aber dann haben sie sehr unterschiedliche Vorzüge. Ich denke, es gibt eine Verbindung zwischen Jennifer und Drew. Aber ich weiß es nicht. Natasha war als Frau zu stark für mich.
Alias war für einige Emmys nominiert. Wie habt ihr das gefeiert?
Eigentlich waren nur Jennifer und Lena in der Kategorie Schauspieler nominiert. Und dann erhielt die Serie Emmys für Filmtechnik und Garderobe. Elf Nominierungen, glaube ich. Aber wie Du siehst, war ich selbst gar nicht nominiert. Also kümmert es mich nicht.
Wann hast du das letzte Mal etwas richtig Verrücktes getan?
Ich glaube, das war vor drei Wochen in Vegas. Ein Freund feierte seinen Junggesellenabschied.
Erzählt weiter.
Ich kann nicht. Was in Las Vegas passiert, bleibt in Las Vegas.
Kritiker sagen, dass du es George Clooney mit deinem Aussehen nicht leicht machst. Warum bist du also nicht in mehr großen Hollywoodfilmen zu sehen?
Im Filmgeschäft muss man einfach Glück haben und mit den richtigen Leuten arbeiten. Das ist mir bis jetzt nocht nicht passiert! Ich bin einfach glücklich, dass ich schauspielern kann. Ich werde so lange arbeiten, wie es mir möglich ist.
Gerade ist die DVD Das Schwiegermonster erschienen. Kannst du dir vorstellen, eines Tages generell Filmangebote Alias vorzuziehen?
Das hängt davon ab, wie lange ich schon für Alias gearbeitet habe, wenn das Angebot kommt. In fünf Jahren bestimmt! Nein, im Ernst, in Alias hab ich die lustigste Rolle, die ich jemals hatte. Ich darf tolle Hugo-Boss-Anzüge tragen, habe eine Waffe umgeschnallt und kann mit einer Menge technischem Spielzeug rummachen. Das ist wie ein Traum, der wahr geworden ist. Als Kind wollte man doch immer James Bond sein, oder?
Wenn du nicht als Schauspieler arbeiten würdest, was würdest du dann machen?
Irgendetwas mit Sport oder Musik. Zum Glück muss ich darüber nicht nachdenken.
Musstest du ein CIA-Training absolvieren, bevor du mit dem Drehen für Alias angefangen hast?
Nein. Ich könnte hier sitzen und behaupten: "Ja, ich habe das alles gemacht." Aber Jennifer war die Einzige, die ein Kampfsporttraining durchlaufen hat. Schließlich kämpft sie in jeder Szene und man wollte sicher gehen, dass es authentisch aussieht. Aber der Rest und ich sind höchstens jede zweite Folge im Einsatz, wir tauschen gelegentlich ein paar Faustschläge aus; dafür braucht man keinen schwarzen Gürtel. In meiner Freizeit treibe ich sehr viel Sport, um im Privatleben fit zu bleiben. Das hilft auch beim Drehen. Aber ich habe nicht gelernt zu kämpfen.
Wann ist dir das letzte Mal etwas richtig Komisches passiert?
Meine Mutter rief mich an und erzählte mir: "Auf Ebay gibt es eine Uhr mit deinem Gesicht als Ziffernblatt."
Was hat sie gekostet?
Ich weiß es nicht. Ich hab sie mir einmal angesehen und war so geschockt, dass ich sofort die Seite zugemacht habe. Ich habe sie nie wieder angeklickt.
Bleiben Frauen auf der Straße stehen und sagen dir, dass du sie jederzeit haben kannst?
Eigentlich nicht. Oft erkennen mich 13- oder 14-jährige, die mich in Ungeküsst gesehen haben. Die meisten Menschen sind sehr höflich und gehen nicht unter die Gürtellinie. Aber: Ja, es passiert. Nur nicht sehr oft.
Die Wahrheit! Bist du wegen des Ruhms jemals ausgeflippt?
Ich bin noch mal davongekommen und habe mein Gesicht lediglich auf einer Uhr wiedergefunden. Ich möchte nicht wissen, was Tom Cruise über sich herausfindet.